In diesem Schuljahr haben es gleich zwei Schüler unserer Schule geschafft: Veerpartap Pabla und Erik Behm wurden in den Schülerbeirat der Deutsche Bundesbank berufen. Beide besuchen die 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik bzw. Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.

Der Schülerbeirat ist ein informelles Gremium der Deutschen Bundesbank. Er bietet 20 Jugendlichen aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein die Möglichkeit, sich intensiv mit wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und spannende Einblicke in die Arbeit der Bundesbank zu gewinnen. Die Teilnehmenden diskutieren aktuelle wirtschaftliche Fragestellungen, bringen ihre eigenen Perspektiven ein und entwickeln ein tieferes Verständnis für Geldpolitik und Finanzsysteme.

Im Interview geben Veerpartap Pabla, an unserer Schule besser bekannt als Vicky, und Erik Behm persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen.

Wie seid ihr auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, Teil des Schülerbeirats zu werden?

Erik: Unser Fachlehrer Herr Spittel hat uns im Unterricht darauf aufmerksam gemacht und direkt gefragt, ob wir Interesse hätten. Die Chance klang sofort spannend – da musste ich nicht lange überlegen.

Was hat euch motiviert, euch zu bewerben?

Vicky: Mich hat besonders gereizt, einen echten Einblick in die Bundesbank zu bekommen. Gerade weil ich mich für Wirtschaft und Informatik interessiere, fand ich es spannend zu sehen, wie diese Bereiche in der Praxis zusammenkommen. Außerdem wollte ich mehr über aktuelle wirtschaftliche und politische Themen lernen, die unsere Zukunft beeinflussen. Und ehrlich gesagt: Die Reise nach Hamburg war natürlich auch ein cooles Extra.

Wie lief das Auswahlverfahren ab?

Erik: Wir haben unsere Kontaktdaten bei unserem Fachlehrer eingereicht und die Auswahl wurde dann direkt von der Bundesbank getroffen. Das ging insgesamt unkompliziert und schnell.

Was war euer erster Eindruck vom Schülerbeirat und der Arbeit dort?

Vicky: Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas unsicher, weil ich dachte, dass die Themen vielleicht zu komplex sind. Aber diese Sorge war völlig unbegründet. Die Atmosphäre ist super offen, alle sind hilfsbereit, und die Inhalte werden verständlich erklärt. Man kommt schnell rein – auch ohne viel Vorwissen.

Mit welchen Themen habt ihr euch bisher beschäftigt?

Erik: Wir haben uns zum Beispiel mit den Aufgaben der Bundesbank, Bargeld und Falschgelderkennung beschäftigt. Außerdem ging es um die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und Zukunftsthemen wie den digitalen Euro und Onlinezahlungen. Nebenbei erfährt man auch viel über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten und kann sich mit anderen Teilnehmenden aus ganz Norddeutschland vernetzen – ich habe zum Beispiel einen guten Kontakt zu einem Schüler aus Hamburg aufgebaut.

Was habt ihr bisher aus dieser Erfahrung mitgenommen?

Vicky: Ich habe gemerkt, dass es nicht nur wichtig ist, sich mit wirtschaftlichen Themen zu beschäftigen, sondern dass es auch richtig Spaß machen kann, darüber zu diskutieren und eigene Meinungen einzubringen. Man lernt unglaublich viel – und das auf eine ganz andere Art als im Unterricht.

Warum sind wirtschaftliche Themen eurer Meinung nach gerade für junge Menschen wichtig?

Erik: Wirtschaft betrifft uns alle – egal ob es um Preise, Jobs oder die Zukunft geht. Wenn man sich damit beschäftigt, versteht man besser, was um einen herum passiert und kann später fundiertere Entscheidungen treffen. Dieses Wissen ist einfach super wertvoll.

Was würdet ihr anderen Schülerinnen und Schülern empfehlen, die sich ebenfalls für solche Programme interessieren?

Vicky: Ich kann nur sagen: Nutzt solche Chancen unbedingt! Man lernt neue Leute kennen, sammelt wertvolle Erfahrungen und bekommt Einblicke, die man sonst nie hätte. Außerdem macht sich das natürlich auch gut im Lebenslauf. Vor allem aber wächst man persönlich daran – also einfach bewerben und ausprobieren!

Auch Marcel Spittel freut sich über die Teilnahme von Vicky und Erik am Schülerbeirat: „Das zeigt, wie wichtig es ist, wirtschaftliche Bildung nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern auch praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Solche Programme fördern eigenständiges Denken, gesellschaftliches Engagement und ein besseres Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Der Schülerbeirat ist ein großartiges Beispiel dafür, wie engagiert und interessiert sich unsere Schülerinnen und Schüler mit wirtschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen.“

Text/Foto: M. Spittel