Am 15. Mai 2024 hatten drei Berufsschulklassen die Möglichkeit, sich im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts anschaulich mit einem Stück DDR-Geschichte zu beschäftigen.

Der gebürtige Malchiner Maik Torfstecher hat es sich in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern zur Aufgabe gemacht, über die damalige Zeit in der DDR aufzuklären und seine eigenen Erfahrungen weiterzugeben.

Die Lesung begann durch eine kleine Eröffnung in das Thema mit einem Buchauszug aus dem unter dem Pseudonym Otto von Gehr verfassten Werk „Die Welle der Angst. Meine Flucht aus der DDR“. Dabei erhielten die Zuhörer einen ausführlichen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt des damals Anfang 20-jährigen Tischlers. Die Flucht über die innerdeutsche Grenze per Pkw Trabant gestaltete sich als eine waghalsige und gefahrenreiche Tortur, die jederzeit das Ende der Flüchtenden hätte sein können.

Während der kurzweiligen 90-minütigen Veranstaltung hatten die Interessenten die Möglichkeit Fragen zu stellen, was ausführlich genutzt wurde. Damit entstand eine spannende Diskussion, die immer wieder durch einzelne Passagen des Buches ergänzt worden ist. Schlussendlich wurde die verhängnisvolle Barriere mit seinem Todesstreifen und der zahlreichen Wachposten, Minenfeldern und der vielen anderen Tod bringenden Bollwerken über ein Video veranschaulicht.

Für Schulleiter Dominik Cronauer sind derartige Veranstaltungen wichtig, um jungen Menschen die deutsche Geschichte zu veranschaulichen und er ergänzte: „Ich bin Maik Torfstecher sehr dankbar, dass wir auch in den kommenden Schuljahren diese Kooperation fortsetzen können.“

Link zum Veranstaltungshinweis:

Meine Flucht aus der DDR – Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern – Konrad-Adenauer-Stiftung

Link zum Instagram-Beitrag:

Konrad-Adenauer-Stiftung M-V – Instagram

Text: Mika Cizewski (Klasse FAD 21) / Fotos: Sven Klüsener / Link: Konrad-Adenauer-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern