Berufliche Schule Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg

Workshop „Kratzspuren“

Am 09. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Dieses unglaubliche Ereignis leitete den Untergang der DDR ein. Um die Geschichte der Diktatur in der DDR wach zu halten, wird durch die BStU- (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik) Außenstelle Neubrandenburg zu diesem Jahrestag ein Projekttag durchgeführt.

Unsere Klasse FGW 52 nahm in diesem Rahme an dem Workshop „Kratzspuren durch Menschenhand-Flucht über die Berliner Mauer“ teil. Dies entsprach unserem Wunsch, sich intensiver und authentischer mit der Problematik der Fluchtbewegung aus der DDR auseinanderzusetzen. Dafür engagiert sich der Zeitzeuge Maik Torfstecher, der Verursacher der „Kratzspuren“. Durchaus erwähnenswert ist, dass eine Reporterin von NDR 1-Radio MV den Workshop begleitete.

Nach der Einstiegsfrage „Welche Assoziationen verbinden Sie mit den Worten `Mauern überwinden‘?“ wurden in einer Gruppenarbeit Ideen und Gedanken notiert. Daran anschließend konnten wir in einer Filmsequenz die Umstände der Flucht verfolgen.

Es ist schon ein Glücksfall, dass Maik Torfstecher im Anschluss die Motive und Abläufe seiner Flucht lebendig und emotional beeindruckend vermitteln konnte. Er sagt selbst, dass die Umstände seiner Flucht von viel Glück begleitet waren. Das Scheitern hätte für ihn den Tod oder zumindest die Gefangenschaft bedeutet. Es wurden viele Zwischenfragen gestellt, die uns bewegten und es kam so zu einem sehr informativen und emotional beeindruckenden Gespräch.

Zum Abschluss wurde die Eingangsfrage nochmals aufgenommen und jetzt mit den Erfahrungen des Filmes und der Gesprächsrunde ergänzt.

Laura Ulrich / Klassensprecherin
Frank Huchel / Klassenleiter

Erste Gedanken zu „Mauern überwinden“

Maik Torfstecher mit seiner über 300 Seiten umfassenden Stasiakte

(links: Frau Richter, Leiterin der Außenstelle Neubrandenburg des BStU)

Wir konnten Einsicht in die Akte nehmen.

Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeit Teil 2:

Christopher Holtz, Wilhelm Schiebe, Johann-Christian Wandel

Ulrike Rach, Aline Werner, Patrick Tredup

Lukas Mirtschink

Es war für uns ein beeindruckender Workshop, der die Worte vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Roland Jahn, als wichtiges Fazit unterstrichen hat:

„Je besser wir Diktaturen begreifen, umso besser können wir Demokratie gestalten.“

 

von: bswvnb | Veröffentlicht am: 14.11.2017 |

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